Deutscher Gewerkschaftsbund

10.09.2018

Ian Buruma

Ian Buruma

DGB/Project Syndicate

Ian Buruma ist ein niederländischer Schriftsteller und Essayist. Bis Sepember 2018 leitete er die renommierte Zeitschrift New York Review of Books. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u.a. "Okzidentalismus. Der Westen in den Augen seiner Feinde" (mit Avishai Margalit, 2005), "Die Grenzen der Toleranz. Der Mord an Theo van Gogh" (2007), "Die drei Leben der Ri Koran", Roman (2010) und "'45. Die Welt am Wendepunkt" (2015). 2008 wurde Buruma mit dem Erasmuspreis für seine kulturellen, sozialen oder sozialwissenschaftlichen Verdienste für Europa ausgezeichnet, 2018 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2020 erschien von ihm as Buch "The Churchill Complex: The Curse of Being Special, From Winston and FDR to Trump and Brexit".

26.04.2021
Ame­ri­kas an­de­re He­ge­mo­nie
Extremismus von links entzündet – und spiegelt – sich rechts. Wenn Wellen der „Woke-Kultur“ über Universitäten und liberale Medien außerhalb der USA hereinbrechen, gilt dies ebenso für die oft viel abscheulicheren und gefährlicheren Folgen der ideologischen Abwege am rechten Rand.
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05.02.2021
Kein Job für einen Hel­den
US-Präsident Franklin D. Roosevelt war kein Revolutionär. Er war ein Problemlöser. Seine Aufgabe war die Rettung des amerikanischen Kapitalismus. Der New Deal wurde nicht dank Roosevelts Heroismus erreicht, sondern weil er das Vertrrauen der Menschen gewann. Das ist nun Joe Bidens Aufgabe.
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13.01.2021
Göt­ter­däm­me­rung in Wa­shing­ton
Die Wut, die Ressentiments und die wirtschaftlichen Probleme Amerikas, die Donald Trump ausgenutzt hat, werden nicht verschwinden. Denn er hat die sozialen und politischen Missstände noch verschärft. Dennoch wird er von seinen Anhängern immer noch wie ein Messias verehrt. Wird das nun noch so bleiben?
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18.12.2020
Wer Trump im­mer noch liebt
Donald Trumps wichtigstes politisches Vermächtnis ist seine China-Politik. So sehen es jedenfalls viele in Asien, denn er hat als Repräsentant einer Demokratie und eines christlichen Landes dem kommunistischen Regime die Stirn geboten. Über seine Vorliebe für andere Autokraten und sein oft bizarres Verhalten sehen sie da lieber hinweg.
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03.11.2020
Kampf­an­sa­ge der Ka­tho­li­ken
Rechtsgerichtete Katholiken machen schon lange gemeinsame Sache mit Evangelikalen. Seit 2016 untestützen sie Donald Trump, den sie zwar nicht für tugendhaft, aber als Werkzeug Gottes betrachten. Ein guter Grund, den liberalen Katholiken Joe Biden zu wählen, zumal das oberste Gericht von konservativen Katholiken beherrscht wird.
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21.09.2020
Vom großen Ruhm ins Un­heil ge­stürzt
Nachdem dem Zweiten Weltkrieg galten die USA und Großbritannien dank ihres Kampfes für Freiheit, Recht und Demokratie lange als Vorbild. Doch ausgerechnet hier haben Rechtspopulisten die Kontrolle über konservative Parteien und dann die Länder übernommen. Ein hintergründiger Blick zurück.
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18.08.2020
Ein pro­gres­si­ver Überg­angs­prä­si­dent
Was die USA brauchen – insbesondere sobald die Depression eintritt –, ist ein neuerlicher New Deal. Der demokratische Präsident Franklin D. Roosevelt leitete seinen New Deal in den Dreißigerjahren als Pragmatiker ein, nicht als linker Idealist. Ein ebensolcher Pragmatiker ist Joe Biden, was ihn nicht nur wählbar macht, sondern die Basis ist für große Reformen.
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04.06.2020
Ein lan­ger hei­ßer Som­mer für Ame­ri­ka
Viele Amerikaner sind entsetzt über die krassen und aufrührerischen Worte von Donald Trump. Doch wird ihre Missbilligung schwerer wiegen als die Angst vor gewalttätigen sozialen Unruhen? Werden uralte rassistische Vorurteile, sie dazu bringen wieder für die trügerische Sicherheit eines ungehobelten weißen Tyrannen zu stimmen? Einiges deutet darauf hin, sicher ist es längst nicht.
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12.05.2020
China, China, Co­ro­na
Die USA verlieren unter Donald Trump ihre Führungsrolle in der Welt. Doch schon zuvor war das "amerikanische Jahrhundert" geprägt von törichten Kriegen, ideologischer Starrheit und skrupelloser Unterstützung einiger widerlicher Diktaturen. China will die Rolle Amerikas gern übernehmen, zumal nach der Coronakrise - und orientiert sich an einem historischen Vorbild.
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16.04.2020
Ras­sis­mus im "Krieg" ge­gen Co­vi­d-19
Auch in den USA sind Lockerungen des Corona-Lockdowns in der Diskussion. Immer offen allerdings sind Waffenläden - und die machen gute Geschäfte. Das zeugt nicht nur von Angst vor Gesetzlosigkeit, sondern von Angst vor Rassenunruhen.
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09.03.2020
Der Vi­rus als Waf­fe
Manche Rechtspopulisten benutzen die Corona-Krise, um Hass zu schüren. Das könnte tödliche Folgen haben wie wir aus der Geschichte wissen. Um die Corona-Pandemie zu wirkungsvoll zu bekämpfen, müssen wir auf Vernunft und die Wissenschaft setzen. Keine einfache Sache in diesen Zeiten.
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20.02.2020
Trumps Ge­re­de könn­te Krieg zur Fol­ge ha­ben
Noch bauen Staaten wie Taiwan oder die prodemokratischen Demonstranten in Hongkong auf die Unterstützung der USA. Doch wie zuverlässig wird sie künftig sein? So zuverlässig wie alles, was Trump macht oder sagt. Das ist gefährlich.
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29.01.2020
Su­per­from­mes Ame­ri­ka
Die Beweise für eine Amtsenthebung von Donald Trump reichen längst. Doch wir leben in einer Zeit, in der ein sündhafter Präsident von Gläubigen umgeben ist, die überzeugt sind, dass Gott ihn ins Weiße Haus gesandt hat. Wenn politische Konflikte zu Glaubenskonflikten werden, hat die Vernunft verloren – und die Demokratie bald auch.
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27.11.2019
Ein Pa­tri­ot ge­gen Prä­si­dent Trump
Der Ukraine-Skandal in den USA wird immer mehr zu einem Kampf zwischen den Republikanern, die Donald Trumps korrupte Amtsführung um jeden Preis verteidigen, und den Demokraten, die Amerikas Werte hochhalten. Das wurde besonders deutlich als letzte Woche Oberstleutnant Alexander Vindham im Kongress aussagte. Gewinnen dennoch die Republikaner, ist der Niedergang besiegelt.
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13.11.2019
Die Macht des Stam­mes­den­kens
Im Sport wie in der Gesellschaft werden die Leistungen von Menschen mit migrantischem Hintergrund immer dann gern anerkannt, wenn sie zu Erfolgen für das Kollektiv, für die Nation führen. Doch als "Einheimische" werden sie längst noch nicht betrachtet. Das erleben Sportler wie Mesut Özil und auch die Helden des Rugby-Sports in Japan oder Südafrika.
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24.10.2019
Hoo­li­gans an der Macht
Es geht in der Politik inzwischen weniger um Interessen als um Kultur, Identität und aufgeheizte Emotionen. Das ist nicht allein Schuld der Politiker. Doch politische Führer wie Donald Trump, Boris Johnson oder Jair Bolsonaro nutzen dies aus und schaden so schwer der freiheitlichen Demokratie.
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06.09.2019
Am En­de der bri­ti­schen De­mo­kra­tie?
Premierminister Boris Johnson versucht das britische Parlament bei einer der wichtigsten politischen Debatten des Jahrhunderts auszuschalten. Damit setzt er die liberale Demokratie und den Zusammenhalt des Landes aufs Spiel.
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06.08.2019
Wenn ein Ras­sist die USA re­giert
US-Präsident Donald Trump hat den Rassismus der rechtextremen Zirkel zur bestimmenden Ideologie seiner Regierung gemacht. Das hat Konsequenzen bis hin zu dem Massaker von El Paso. Einige Demokraten wollen Trump deshalb frontal angehen. Doch das ist riskant und könnte dem Präsidenten sogar nutzen.
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11.07.2019
Gren­zen des Mas­sen­pro­tes­tes in ei­ner Dik­ta­tur
In einer liberalen Demokratie spielt die öffentliche Meinung eine zentrale Rolle. Es kann einige Zeit dauern, aber am Ende muss eine demokratische Regierung auf ihre Bürger hören. Doch wie groß stehen die Chancen nun in Hongkong?
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04.06.2019
Deng Xiao­pings Sieg
Lange dachte man in den westlichen Staaten, dass freiheitliche Demokratie und Kapitalismus untrennbar miteinander verbunden seien. Heute wissen wir, dass das nicht stimmt. Chinas illiberaler Kapitalismus hat sich seit Tian’anmen-Massaker 1989 zu einem attraktiven globalen Modell gemausert.
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10.05.2019
Das hät­te Chinas Weg sein kön­nen
Chinas Präsident Xi Jinping gedenkt zwar der historisch bedeutsamen Proteste vom Mai 1919, doch er verschweigt deren Kern: die Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie. Derzeit scheint eine Liberalisierung des Landes unwahrscheinlich. Ist ein anderes China noch möglich?
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10.04.2019
Po­li­tik des Stin­ke­fin­gers
Die rechten Parteien in Europa haben mittlerweile nicht nur von denen Zulauf, die den Aufstieg nicht-westlicher Mächte und die zunehmende Bedeutung nicht-weißer Minderheiten fürchten. Das ist auch ein Versagen der Linken, die heute mehr für eine intolerante Toleranz als für soziale Gerechtigkeit stehen.
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18.02.2019
Mit of­fe­nen Au­gen in den Ab­grund
Großbritanniens Einfluss in Europa und der Welt wird nach dem Brexit enorm schwinden, seine Wirtschaft schrumpfen, und den meisten Menschen wird es schlechter gehen. Schuld daran sind nicht nur die Brexit-Anhänger, sondern auch diejenigen, die den EU-Austritt nicht verhindert haben.
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12.12.2018
Ei­ne zwei­te Chan­ce für Groß­bri­tan­ni­en
Die Argumente gegen "Europa" haben sich seit 1950 nicht verändert, die EU und die Welt aber schon. Dennoch betrachten Ideologen in Jeremy Corbyns Labour Party die Europäische Union immer noch als eine kapitalistische Verschwörung. Und die Brexiteers träumen auf der rechten Seite noch von der Großmacht Großbritannien. Auch angesichts dessen sollten die BritInnen über den Brexit-Deal, wenn er denn beschlossen wird, abstimmen dürfen.
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12.11.2018
Ame­ri­kas ver­ges­se­nes Ideal: so­zia­le Ge­rech­tig­keit
Die Republikanische Partei in den USA hat sich im Bilde ihres Führers neu erfunden hat und ist daher weiß, wütend und häufig offen rassistisch. Dagegen müssen die Demokraten eine Politik des sozialen Ausgleichs setzen, einen New Deal 2.0. Nur so lässt sich Trumps nationalistischer Populismus kontern.
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11.10.2018
Der Mann in Trumps Ohr
US-Präsident Donald Trump unterstützt sklavisch die Politik der israelischen Regierung. Gleichzeitig spielen Antisemiten und rechtsextreme Ideologen in seinem Umfeld eine wichtige Rolle, allen voran der smarte und eiskalte Stephen Miller. Und das hat Folgen.
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18.09.2018
Un­ser neu­er, al­ter Ras­sis­mus
Überall in der westlichen Welt haben Weiße Angst davor, ihre Vorrangstellung einzubüßen. Ein wesentlicher Grund: Europa und die Vereinigten Staaten verlieren durch den Aufstieg Chinas deutlich an Einfluss. Und jetzt provoziert obendrein der mächtigste Mann der westlichen Welt den Mob zu Gewalttaten, wie sie in Charlottesville und in Chemnitz zu beobachten sind.
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Gegenblende Podcast

Karikatur mit einem Mann und einer Frau die an einem Tisch sitzen, auf dem Mikrofone stehen.

DGB/Heiko Sakurai

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